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SafeSport

Für Vorstände

Sie haften. Wir liefern den Nachweis.

Ein Vereinsvorstand verantwortet Schutzpflichten auch dann, wenn die Arbeit ehrenamtlich neben Beruf und Familie läuft. Im Ernstfall wird nicht gefragt, wie viel Zeit zur Verfügung stand — sondern was belegbar getan wurde.

Befund

Kein abstraktes Risiko

Die Zahlen stammen aus einer freiwilligen Befragung, nicht aus einer repräsentativen Erhebung. Sie sagen also nicht, wie viele Menschen im Sport betroffen sind — sondern was die Befragten berichtet haben. Auch so sind sie deutlich genug.

63 %
der über 4.300 befragten Vereinsmitglieder berichten, im Vereinssport mindestens einmal psychische Gewalt erlebt zu haben.
jede fünfte
befragte Person berichtet von sexualisierter Gewalt mit Körperkontakt im Vereinssport.
die Hälfte
der rund 300 befragten Sportverbände hat eine nach außen sichtbare Kontaktmöglichkeit für Betroffene.
90 %
der betroffenen Personen bewerten ihre Erfahrung mit dem Vereinssport dennoch als gut bis sehr gut.

Quelle: Meldung zum Abschlussbericht der Studie SicherImSport vom 17. September 2022, Deutsche Sportjugend — Studie der Deutschen Sporthochschule Köln, des Universitätsklinikums Ulm und der Bergischen Universität Wuppertal, gefördert vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen

Die dritte Zahl bezieht sich auf Verbände, nicht auf Vereine. Sie beschreibt trotzdem das Problem, an dem SafeSport ansetzt: Ein Meldeweg hilft nur, wenn Betroffene ihn von außen finden.

Ausgangslage

Fünf Punkte, die an Ihnen hängen

Keine davon ist neu. Neu ist, dass sie inzwischen geprüft werden — und dass mündliche Zusicherungen im Streitfall nichts wert sind.

  • Einsicht ins Führungszeugnis

    Wer Kinder und Jugendliche beaufsichtigt, betreut oder erzieht, muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Der Verein muss die Einsicht belegen können — das Dokument selbst darf er nicht aufbewahren.

  • Meldeweg im Verein

    Eine interne Meldestelle ist erst ab in der Regel 50 Beschäftigten Pflicht; Vereinsmitglieder zählen dabei nicht mit. Die meisten Vereine trifft diese Pflicht also nicht — das Verbot von Repressalien gegen meldende Personen gilt trotzdem, unabhängig von der Größe.

  • Schutz unterhalb der Strafbarkeit

    Der größte Teil dessen, was im Sport schiefgeht, ist nicht strafbar: Demütigung, Grenzverletzung, Machtmissbrauch. Dafür greift kein Bundesgesetz, sondern Verbandsrecht — der Safe Sport Code des DOSB, ab 2029 Voraussetzung für die Sportförderung.

  • Fristen einhalten

    Eingang einer Meldung bestätigen, Rückmeldung geben, Führungszeugnisse erneut einsehen — alles innerhalb bestimmter Fristen, deren Versäumnis dem Verein zugerechnet wird.

  • Löschen und nachweisen

    Personenbezogene Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es nötig ist. Gelöscht werden muss belegbar — und das Protokoll darüber muss bleiben.

Fristen

Was die Uhr laufen lässt

Diese Fristen stehen im Gesetz, nicht in unseren Vertragsbedingungen. SafeSport rechnet sie aus und meldet sie, bevor sie ablaufen.

7 Tage
Eingangsbestätigung einer Meldung (§ 17 HinSchG, wo anwendbar)
3 Monate
Rückmeldung zum Stand der Bearbeitung an die meldende Person
wiederkehrend
Erneute Einsicht in erweiterte Führungszeugnisse

Sie müssen keine Liste führen und niemanden erinnern. Was fällig wird, steht auf der Startseite — mit der verbleibenden Zeit daneben.

Wenn eine Aufsicht oder ein Verband fragt, ist der Nachweis dieselbe Ansicht: nicht zusammengesucht, sondern nebenbei entstanden.

SafeSport — Übersicht
Übersichtsseite: links die Navigation des Vereins, rechts der Stand der Nachweise als Zählkreise und eine Tabelle mit den Fristen dieser Woche.
Ansicht der Anwendung. Alle gezeigten Namen, Vorgänge und Fristen sind Beispieldaten.

Eine versäumte Frist ist kein Verwaltungsfehler. Sie ist ein Nachweis, dass die Pflicht nicht erfüllt wurde.

Vergleich

Woran es heute scheitert

Ohne System

  • Führungszeugnisse liegen in einem Ordner, den eine Person führt.
  • Fristen stehen in einer Tabelle, die jemand öffnen muss.
  • Meldungen laufen über eine Person aus dem Umfeld der Betroffenen.
  • Im Prüfungsfall wird rückwirkend zusammengesucht, was belegbar ist.

Mit SafeSport

  • Die Einsicht wird belegt, das Dokument nie gespeichert.
  • Fristen melden sich selbst, bevor sie überschritten sind.
  • Der Meldeweg führt an keiner beteiligten Person vorbei.
  • Der Nachweis entsteht im laufenden Betrieb, nicht hinterher.

Einführung

Wie der Einstieg abläuft

Vier Schritte. Keiner davon erfordert technische Kenntnisse.

  1. Rollen festlegen

    Sie bestimmen, wer im Verein welche Rolle bekommt: wer Fälle bearbeitet, wer nur Fristen sieht, wer gar nichts sieht. SafeSport erzwingt diese Trennung anschließend technisch, nicht nur organisatorisch.

  2. Bestand eintragen

    Vorhandene Führungszeugnis-Einsichten, Schulungen und das geltende Schutzkonzept werden erfasst. Ab diesem Moment laufen die Fristen mit, statt in einer Tabelle zu warten.

  3. Meldeweg veröffentlichen

    Der Meldekanal bekommt eine Adresse, die Sie im Verein und auf Ihrer Website bekannt machen. Er funktioniert ohne Konto — auch für Menschen, die nicht Mitglied sind.

  4. Laufen lassen

    Ab hier entstehen Nachweise nebenbei. Wer eine Einsicht nimmt oder eine Schulung einträgt, erzeugt damit den Beleg. Sie sehen den Stand des Vereins auf einer Übersicht.

Ehrlich

Was SafeSport nicht leistet

Die Plattform hilft, Pflichten zu erfüllen und zu belegen. Welche Pflichten Ihren Verein konkret treffen, hängt von Größe, Struktur und Verbandszugehörigkeit ab — das klären Sie mit fachkundiger Beratung, nicht mit einer Software. Und sie ersetzt keine Menschen: Ein Schutzkonzept wirkt durch die, die es leben.

Was die Nutzung kostet