Für Vorstände
Sie haften. Wir liefern den Nachweis.
Ein Vereinsvorstand verantwortet Schutzpflichten auch dann, wenn die Arbeit ehrenamtlich neben Beruf und Familie läuft. Im Ernstfall wird nicht gefragt, wie viel Zeit zur Verfügung stand — sondern was belegbar getan wurde.
Befund
Kein abstraktes Risiko
Die Zahlen stammen aus einer freiwilligen Befragung, nicht aus einer repräsentativen Erhebung. Sie sagen also nicht, wie viele Menschen im Sport betroffen sind — sondern was die Befragten berichtet haben. Auch so sind sie deutlich genug.
- 63 %
- der über 4.300 befragten Vereinsmitglieder berichten, im Vereinssport mindestens einmal psychische Gewalt erlebt zu haben.
- jede fünfte
- befragte Person berichtet von sexualisierter Gewalt mit Körperkontakt im Vereinssport.
- die Hälfte
- der rund 300 befragten Sportverbände hat eine nach außen sichtbare Kontaktmöglichkeit für Betroffene.
- 90 %
- der betroffenen Personen bewerten ihre Erfahrung mit dem Vereinssport dennoch als gut bis sehr gut.
Die dritte Zahl bezieht sich auf Verbände, nicht auf Vereine. Sie beschreibt trotzdem das Problem, an dem SafeSport ansetzt: Ein Meldeweg hilft nur, wenn Betroffene ihn von außen finden.
Ausgangslage
Fünf Punkte, die an Ihnen hängen
Keine davon ist neu. Neu ist, dass sie inzwischen geprüft werden — und dass mündliche Zusicherungen im Streitfall nichts wert sind.
Einsicht ins Führungszeugnis
Wer Kinder und Jugendliche beaufsichtigt, betreut oder erzieht, muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Der Verein muss die Einsicht belegen können — das Dokument selbst darf er nicht aufbewahren.
Meldeweg im Verein
Eine interne Meldestelle ist erst ab in der Regel 50 Beschäftigten Pflicht; Vereinsmitglieder zählen dabei nicht mit. Die meisten Vereine trifft diese Pflicht also nicht — das Verbot von Repressalien gegen meldende Personen gilt trotzdem, unabhängig von der Größe.
Schutz unterhalb der Strafbarkeit
Der größte Teil dessen, was im Sport schiefgeht, ist nicht strafbar: Demütigung, Grenzverletzung, Machtmissbrauch. Dafür greift kein Bundesgesetz, sondern Verbandsrecht — der Safe Sport Code des DOSB, ab 2029 Voraussetzung für die Sportförderung.
Fristen einhalten
Eingang einer Meldung bestätigen, Rückmeldung geben, Führungszeugnisse erneut einsehen — alles innerhalb bestimmter Fristen, deren Versäumnis dem Verein zugerechnet wird.
Löschen und nachweisen
Personenbezogene Daten dürfen nur so lange gespeichert werden, wie es nötig ist. Gelöscht werden muss belegbar — und das Protokoll darüber muss bleiben.
Fristen
Was die Uhr laufen lässt
Diese Fristen stehen im Gesetz, nicht in unseren Vertragsbedingungen. SafeSport rechnet sie aus und meldet sie, bevor sie ablaufen.
- 7 Tage
- Eingangsbestätigung einer Meldung (§ 17 HinSchG, wo anwendbar)
- 3 Monate
- Rückmeldung zum Stand der Bearbeitung an die meldende Person
- wiederkehrend
- Erneute Einsicht in erweiterte Führungszeugnisse
Sie müssen keine Liste führen und niemanden erinnern. Was fällig wird, steht auf der Startseite — mit der verbleibenden Zeit daneben.
Wenn eine Aufsicht oder ein Verband fragt, ist der Nachweis dieselbe Ansicht: nicht zusammengesucht, sondern nebenbei entstanden.

Eine versäumte Frist ist kein Verwaltungsfehler. Sie ist ein Nachweis, dass die Pflicht nicht erfüllt wurde.
Vergleich
Woran es heute scheitert
Ohne System
- Führungszeugnisse liegen in einem Ordner, den eine Person führt.
- Fristen stehen in einer Tabelle, die jemand öffnen muss.
- Meldungen laufen über eine Person aus dem Umfeld der Betroffenen.
- Im Prüfungsfall wird rückwirkend zusammengesucht, was belegbar ist.
Mit SafeSport
- Die Einsicht wird belegt, das Dokument nie gespeichert.
- Fristen melden sich selbst, bevor sie überschritten sind.
- Der Meldeweg führt an keiner beteiligten Person vorbei.
- Der Nachweis entsteht im laufenden Betrieb, nicht hinterher.
Einführung
Wie der Einstieg abläuft
Vier Schritte. Keiner davon erfordert technische Kenntnisse.
Rollen festlegen
Sie bestimmen, wer im Verein welche Rolle bekommt: wer Fälle bearbeitet, wer nur Fristen sieht, wer gar nichts sieht. SafeSport erzwingt diese Trennung anschließend technisch, nicht nur organisatorisch.
Bestand eintragen
Vorhandene Führungszeugnis-Einsichten, Schulungen und das geltende Schutzkonzept werden erfasst. Ab diesem Moment laufen die Fristen mit, statt in einer Tabelle zu warten.
Meldeweg veröffentlichen
Der Meldekanal bekommt eine Adresse, die Sie im Verein und auf Ihrer Website bekannt machen. Er funktioniert ohne Konto — auch für Menschen, die nicht Mitglied sind.
Laufen lassen
Ab hier entstehen Nachweise nebenbei. Wer eine Einsicht nimmt oder eine Schulung einträgt, erzeugt damit den Beleg. Sie sehen den Stand des Vereins auf einer Übersicht.
Ehrlich
Was SafeSport nicht leistet
Die Plattform hilft, Pflichten zu erfüllen und zu belegen. Welche Pflichten Ihren Verein konkret treffen, hängt von Größe, Struktur und Verbandszugehörigkeit ab — das klären Sie mit fachkundiger Beratung, nicht mit einer Software. Und sie ersetzt keine Menschen: Ein Schutzkonzept wirkt durch die, die es leben.